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Getty Images Forderung (Lizenzgebühr)

Getty Images ist laut Wikipedia „eine amerikanische Bildagentur, die im Jahr 1995 vom Milliardenerben Mark Getty und Jonathan Klein gegründet wurde. Ihre Zentrale befindet sich in Seattle, im US-Bundesstaat Washington, die europäische Geschäftsstelle in London, die deutsche Niederlassung in München. Insgesamt werden in über 50 Ländern etwa 1.600 Mitarbeiter beschäftigt.“

Getty Images vermarktet Bilder, deren Rechte Sie von Fotografen kauft. Auf einem Vortrag des Deutschen Buchhandels vor einigen Jahren, auf dem ich einem Vortrag eines hohen Getty Images Mitarbeiter lauschen durfte, wurde unter einer Diashow teilweise wirklich sehr schöner Bilder, erläutert wie Getty Images sich dem Problem des „Bilderklaus“ stellt.

Zunächst wurde durch den Vortragenden ausgeführt, dass es sich bei Getty Images Bildern nicht um „Schnappschüsse“ handele, die aus der Hüfte geschossen werden. Dem würde ich sicherlich zustimmen, zwar halte ich nicht alle Bilder aus dem Katalog von Getty Images für großartige Bilder, aber mir sind in meiner jahrelangen Prüfung von Getty Images Forderungen nur sehr selten Bilder untergekommen, bei denen ich die erforderliche Schöpfungshöhe – unter Berücksichtigung der Rechtsprechungsvorgaben – verneinen würde.

Getty Images „lebt davon“ Bilderrechte zu lizenzieren (zu verkaufen). Wer diese Bilder für sich nutzbar machen möchte, um sie beispielsweise auf seiner Internetseite zu verbreiten

Es ist gegenüber den Lizenznehmern/Käufern freilich unfair, wenn diejenigen welche sich entweder gar keine Gedanken über die Herkunft der Bilder machen oder diese wissentlich kopieren, die Bilder ohne Gegenleistung nutzbar machen können. Und desto mehr Nutzer die Bilder kostenlos verwenden, desto weniger werden andere Nutzer bereit sein, hohe Lizenzgebühren zu zahlen.

Als Konsequenz versendet Getty Images Forderungsschreiben, denen eine Kostenaufstellung beigefügt ist. Forderungen von mindestens  1.000,00  EUR zuzüglich Irischer Ust von 25 % sind nach meiner Erfahrung eher die Regel als die Ausnahme. Hier knüpft dann aber wiederum die meiner Meinung ebenfalls berechtigte Kritik vieler Angeschriebener an. Diese Forderungen sind teilweise sehr pauschal, sehr hoch und entsprechen nicht immer der Lizenzgebühr. Zumal es natürlich – auch wenn dies rechtlich dem Adressaten der Forderungsschreiben kaum hilft – auch deutlich günstigere Anbieter am Markt geben wird.

Als Konsequenz aus diesem Konflikt ergibt sich oftmals ein „Kuhhandel“, das heißt es wird diskutiert und versucht eine Lösung zu finden. Manchmal gelingt dies, manchmal nicht. Wenn dies nicht gelingt, geschieht erst einmal wochen- oder gar monatelang … Nichts.

Dann aber meldet sich die Kanzlei Waldorf Frommer für Getty Images und fordert plötzlich Schadensersatz, Anwaltskosten und eine Unterlassungserklärung.

In einigen Fällen ist es daher ratsam, wenn absehbar ist, dass eine Einigung mit Getty Images scheitert, Getty Images eine vorbeugende Unterlassungserklärung zuzusenden, damit die Unterlassung nicht im Anschluss von Waldorf Frommer kostenpflichtig gefordert werden kann.

Eine Unterlassungserklärung sollte aber mit Vorsicht formuliert werden, außerdem ist es sehr wichtig deren Reichweite zu erfassen. Spätestens an diesem Punkt ist es daher ratsam einen Anwalt, der Erfahrung in diesem Bereich hat zu kontatkieren.

Die Kanlei Dr. Wachs Rechtsanwälte beschäftigt sich durch Ihren Gründer seit Jahren mit dieser Thematik und kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Das erste Telefongepräch um Chancen und Risiken zu erörtern ist kostenlos. Sie ereichen uns unter 040 411 88 15 70.  Sollten Sie im Anschluss vertreten werden, bieten wir unsere außergerichtliche Dienstleistung zu fairen Pauschalen an. Fragen Sie uns einfach.

 

 

 

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