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Das (manchmal) harte Brot des Datenschutzbeauftragten

Von
Datenschutzbeauftragter

Als Datenschutzbeauftragter für verschiedene Unternehmen bin ich täglich mit Auskunftsbegehren und Löschungsanfragen von Betroffenen konfrontiert. Nun stellt sich wohl niemand die Tätigkeit des Datenschutzbeauftragten als besonders glamorös oder aufregend vor, aber die Realität ist (an manchen Tagen) grau und trist - nämlich nach 1-2 Stunden Bearbeitung der Anfragen.

Zunächst erschließt sich mir nicht, warum nicht ein klein wenig Umgangsformen gepflegt werden. Ein "Hallo" als Ansprache ist doch nicht so viel verlangt, auch dass eine Bitte mit einem Gruß beendet wird z.B. "mfg" scheint für einige Menschen schon ein Zumutung zu sein. Ich frage mich oft, ob die Betroffenen nicht bedenken, dass irgendjemand die "Begehren" wie: "Sofort löschen!!! Sie machen sich strafbar" lesen muss, oder ob es denen einfach egal ist. Gern finden sich auch mal wüste Beschimpfungen und Drohungen in den E-Mails. Was soll das bringen? Jeder Datenschutzbeauftragte bearbeitet die Anfragen - wilde Drohungen sind überflüssig wie auch albern. Wer im Recht ist, braucht nicht zu schreien. Es beschleunigt - zumindest bei mir - auch nicht die Bearbeitung.

Ich habe einen deutlich konkreteren Eindruck bekommen, was Mitarbeiter im klassischen Kundenservice sich so täglich in E-Mails an den Kopf werfen lassen müssen und ich zumindest habe noch deutlich mehr Respekt vor den Männern und Frauen aus dem Kundenservice bekommen. Also seien Sie höflich, wenn Sie Fragen zum Datenschutz stellen. Beantwortet wird alles, aber eine nett geschriebene E-Mail macht die Bearbeitung wirklich angenehmer und warum sollen wir uns gegenseitig das Leben unnötig schwer machen?  

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