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Sasse und Partner nimmt im Auftrag ihrer Mandanten hunderte Abmahnungen zurück

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Die Kanzlei Sasse und Partner verzückt im Moment Anwälte und Abgemahnte aus ganz Deutschland. Bei uns allein sind mehrere dutzend Abmahnungen für den Zeitraum aus dem Oktober zurückgenommen worden. Bereits geleistete Zahlungen sollen zumindest in einigen Fällen erstattet werden.

„Aus der Unterlassungserklärung wird unsere Mandantin keine Rechte herleiten“

heißt es weiter in diesem Schreiben. Praktischerweise ist in diesen Fällen gleich eine „Mitteilung der Bankverbindung zur Erstattung der geleisteten Zahlung“ anbei. Nach meiner Meinung kann man hier wohl von einem Abmahnungsfiasko sprechen, das mit erheblichen Kosten für die Mandanten verbunden ist. Im Oktober stammten die meisten zurückgenommen Abmahnungen bei uns von Polyband Medien GmbH und von der Splendid Film GmbH. Nach Gesprächen mit Kollegen scheinen aber auch eine Vielzahl von anderen Rechteinhabern betroffen zu sein. Wir warten jetzt mal gespannt auf weitere Post.

Während die ersten Anwälte schon im Internet spekulieren, welche eigene schneidige Formulierung in der eigenen Vertretungsanzeige, denn nun den Widerstand brach, ist die Realität wohl eher mausgrau. Auch Abgemahnte, die keinen Anwalt beauftragten erhielten diese Schreiben und sogar Zahler.

Woher rührt die Rücknahme der Abmahnung?

Warum also der plötzliche Sinneswandel?  Die Kanzlei Sasse und Partner selber führt Bedenken aus, „ob der Ihrer Mandantschaft zur Last gelegte Urheberrechtsverstoß noch mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden kann. Unsere Mandantin ist daher zu der Auffassung gelangt, den Anspruch hier nicht mehr weiter zu verfolgen.“

Stellungnnahme Dr. Wachs

Nach meiner Meinung kann der Fehler also nur beim Provider oder der Ermittlungsfirma liegen. Ich würde eher auf letzteres tippen, denn da gab es schon mehrfach in der Vergangenheit Probleme – wenn auch nicht bei den Mandanten von Sasse und Partner. Mein persönlicher Tipp wäre, dass wieder einmal die Ipoque abgemahnt wurde, aber diesmal von Sasse und Partner (Kenner wissen was ich meine).

Es zeugt sicher von Schneid mehrere hundert Abmahnungen zurückzunehmen, denn die Kosten, welche nun im Raum stehen, sollten nicht unbeträchtlich sein. Wenn aber wirklich die Ermittlungsergebnisse nicht korrekt waren (was zum jetzigen Zeitpunkt niemand weiß!), müssten konsequenterweise alle Abmahnungen zurückgenommen werden. Bis dahin erst einmal ein schönes Weihnachtsgeschenk für meine Mandanten.

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